Dienstag, 27. März 2012

Is there anybody out there? - Web 2.0 und andere Gedanken

Sie kennen das Lied? Ein absolut phantastisches Stück auf Disk 2 von "The Wall". Das muss man sich einfach anhören. Wie komme ich darauf?

Nun, der besagte Titel ist neu in einer remastered Version auch in Vinyl wieder zu haben. Also, Liebhaber müssen hier einfach zugreifen.  Beim Hören des besagten Lieds musste ich an unseren Blog denken und nun einfach ein paar Gedanken mit Ihnen teilen:

Die klinische Notfall- und Akutmedizin in Deutschland steckt noch in den Kinderschuhen. Das eigentlich logische Konzept einer professionellen Versorgung von akut erkrankten Patienten durch einen "Generalisten" der Notfallmedizin am Eingangstor einer Klinik wird von vielen Fachkollegen anderer Disziplinen nicht verstanden.

Dies ist verwunderlich: Ich tauschte meine Gedanken mit einem zwischenzeitlich im Ruhestand befindlichen Nürnberger Politiker aus, der nationale Gesundheitspolitik in den 1990er Jahren aktiv mitgestaltet hat und er berichtete von UNSERER (damit meine ich Sie und mich!) Vision einer professionellen Notfallmedizin, die er bereits Ende der 1980er Jahre im australischen Sidney beobachtet hatte. Und viele andere Gesprächspartner, insbesondere im Management und der Wirtschaft tätige Personen, äussern sich ähnlich.

Nun, man ist vermutlich noch in historischen Denkstrukturen verfangen und benötigt noch Zeit, die Grundkonzeption der Akutmedizin, wie von J. Kellet in 2009 beschrieben wurde, zu verinnerlichen. Zeit für "Changing Minds", das bekanntlicherweise nicht einfach ist. Aber dazu gibt es gut anwendbare Leitfaden, wie man alte Denkmuster durch gute Kommunikation verändern bzw. resetten kann ;-)

Aber auch das Verständnis der in der Notaufnahme tätigen ärztlichen und nicht-ärztlichen Kollegen muss sich ändern: Es geht nicht um Ideologien, es geht darum, dass wir gemeinsam - den drängenden Notwendigkeiten der Akutmedizin geschuldet - auf andere Art und Weise, gemeinsam, Hand in Hand, verantwortlich die Patienten versorgen. Auch Kollegen des Rettungsdienstes könnten hier in der Zukunft durchaus eine Rolle spielen. Aber das ist Zukunftsmusik .... Lesen Sie hierzu das oben zitierte Paper von Kellett.

Aber ich schweife ab. Wie kommen wir nun weiter?
Es geht darum, dass WIR gemeinsam eine moderne Arbeitsumwelt in den deutschen Notaufnahmen gestalten und diese gemeinsam entwickeln.

Wie machen wir das?
Soziale Medien des Web 2.0. unterstützen es, Innovationen zu entwickeln. Deshalb bin ich überzeugt, dass dieser Blog beitragen wird, unser eigenes Handeln in der Notfall- und Akutmedizin weiter zu entwickeln. Machen Sie mit! Trotz der hohen Zugangszahlen (150 Klicks pro Tag!) bin ich jedoch noch etwas enttäuscht über die magere aktive Interaktion.

Bewerten Sie den Blog, Teilen Sie interessante Posts auf Facebook oder Twitter mit. Senden Sie eine Tweed über einen interessanten Post. Die Leiste unter macht es möglich.
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Über die Bedeutung von Web 2.0 Medien und Internetmedien im Allgemeinen aber auch in der Medizin ist mir auch durch ein Buch von Eric Topol (Ja! Der bekannte US-amerikanische Kardiologe) klarer geworden. Also, lassen Sie es uns gemeinsam interaktiv, aber seriös versuchen! Um auf E. Topol zurückzukommen, von den Kardiologen lernen heisst siegen lernen .... ;-)

Kommentare:

  1. Ich kann zumindest mal rückmelden, dass dieses Blog in meiner dauerhaften Leseliste steht. Als PJler bin ich nur gerade etwas frustriert und habe nicht viel hinzuzufügen. Das Gefälle in der Akutmedizin in Deutschland ist einfach zu groß, und ich bin gegenwärtig in einer Stadt, in der das Wort "Notfallmedizin" ausschließlich mit berühmt-berüchtigten Präklinikern verbunden wird. Was soll ich da noch sagen?

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  2. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ziel dieses Blogs ist es, sich gemeinsam auf einer qualitativ hochwertigen Ebene der Notfall- und Akutmedizin zu verständigen und sich zu interessanten Themen auszutauschen. Ihre Einschätzung wird von vielen Personen geteilt, deshalb erscheint mir wichtig, dass wir uns gemeinsam unterstützen unsere medizinischen Ziele zu erreichen. Nicht frustrieren lassen! Herzlichen Gruss!

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  3. Auch ich lese den Blog regelmäßig und finde die Auswahl ihrer Themen sehr gut und hoch interessant. Es ist einfach ein sehr spannendes Feld der Medizin.
    Leider sind manche Artikel, wenn man nicht den Vollzugang zu den Zeitschriften hat, nicht zu lesen. Aber ich denke da lässt sich vorerst nichts machen.
    Ansonsten: Weiter so!

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  4. Danke für dieses positive Feedback! Falls Sie (oder andere) Vorschläge haben, einfach eine kurze Mail an mich .... vorbereitete Texte wären natürlich ideal ;-) Leider kann ich wegen des Copyrights nicht alle Artikel einstellen. Ich bemühe mich redlich, Artikel mit freiem Zugang zu finden. Ich hoffe, Sie als Anhänger einer "Evidence basierten" Notfallmedizin zu gewinnen. Dazu suche ich auch andere Interessierte und "Mitstreiter".

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